Aus der Praxis: Infraktur und Symmetrie

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Es ist schon verblüffend, wie symmetrisch manche Phänomene des menschlichen Körpers auftreten können. Der nachfolgende Patientenfall demonstriert dies besonders anschaulich: Der Patient (m) hatte im Alter von 54 Jahren den naturgesunden Zahn 15 durch eine sagitale Spaltung verloren.

Foto: OPG nach Implantation in Regio 15

Ein gutes Jahr verging und der Patient hatte nun zeitweise spontane Schmerzen auf der anderen Seite, an dem ebenfalls naturgesunden Zahn 25 (gleicher Zahn nur andere Seite). Der Zahn zeigte eine ausgeprägte, okklusal sichbare Infraktur und im Röntgenbild eine dezente apikale Auffälligkeit.

  

Foto: im Rö leichte apikale Aufhellung bei 25

Ein Kältetest war negativ, die darauf folgende Probetrepanation ebenfalls. Die Pulpa war bereits degeneriert und gangränös verändert.

Foto: 25 mit Infraktur

Besorgniserregend war vor allem der tief nach apikal reichende Riss. Das weitere Aufbohren des Zahnes ergab dann, dass sich der Riss noch nicht allzu tief in die Wurzel ausgedehnt hatte und daher eine gewisse Hoffnung auf eine endodontische Rettungsmaßnahme bestand.

Foto: Riss endet in der Tiefe

Wie es mit dem Zahn weiterging?
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Quelle:
Praxis Dr. Frank Exner, Konstanz