Offener Brief der Zahnärzteschaft an die Bundesgesundheitsministerin
Sehr geehrte Frau Bundesgesundheitsministerin Warken,
die zahnärztliche Versorgung in Deutschland steht für Qualität, Präzision und ein hohes Maß an Patientenorientierung. Täglich leisten zehntausende Zahnärztinnen und Zahnärzte gemeinsam mit ihren Teams einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheit der Bevölkerung. Doch die Rahmenbedingungen, unter denen diese Versorgung erbracht wird, geraten zunehmend unter Druck.
Mit diesem offenen Brief möchten wir unsere wachsende Sorge zum Ausdruck bringen – und zugleich konstruktive Vorschläge unterbreiten.
1. Bürokratische Belastung gefährdet die Versorgung
Die zunehmende Bürokratisierung im Gesundheitswesen bindet wertvolle Ressourcen. Zeit, die eigentlich für die Behandlung und Beratung von Patientinnen und Patienten vorgesehen ist, wird durch Dokumentationspflichten und administrative Auflagen absorbiert. Wir appellieren an Sie, sich für eine spürbare Entlastung einzusetzen und praxisnahe Lösungen zu fördern.
2. Wirtschaftlicher Druck auf Zahnarztpraxen
Steigende Kosten für Personal, Materialien und Energie treffen auf ein Vergütungssystem, das mit dieser Entwicklung nicht Schritt hält. Besonders kleinere und inhabergeführte Praxen geraten zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Eine nachhaltige Sicherstellung der Versorgung erfordert eine realistische Anpassung der Honorarsysteme.
3. Fachkräftemangel als strukturelles Risiko
Der Mangel an qualifizierten Fachkräften stellt viele Praxen vor erhebliche Herausforderungen. Ohne ausreichend gut ausgebildetes Personal ist eine qualitativ hochwertige Versorgung langfristig nicht aufrechtzuerhalten. Wir benötigen gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Ausbildung, attraktivere Arbeitsbedingungen und eine Förderung beruflicher Perspektiven im zahnmedizinischen Bereich.
4. Prävention stärken – langfristig Kosten senken
Die Zahnmedizin hat in den vergangenen Jahrzehnten eindrucksvoll gezeigt, wie wirksam präventive Ansätze sind. Kariesrückgänge und verbesserte Mundgesundheit sind kein Zufall, sondern das Ergebnis konsequenter Präventionsarbeit. Diese Erfolge dürfen nicht durch kurzfristige Sparmaßnahmen gefährdet werden. Investitionen in Prävention sind Investitionen in die Zukunft des Gesundheitssystems.
5. Digitalisierung sinnvoll gestalten
Die Digitalisierung bietet große Chancen, wird in der Praxis jedoch häufig durch unausgereifte Anwendungen und zusätzliche Bürokratie belastet. Wir wünschen uns eine stärkere Einbindung der zahnärztlichen Expertise in die Entwicklung digitaler Lösungen sowie eine konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Praxen.
Unser gemeinsames Ziel
Sehr geehrte Frau Ministerin, wir sind überzeugt: Eine starke, freiberuflich geprägte Zahnärzteschaft ist ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an Lösungen mitzuwirken.
Dafür benötigen wir jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, die unsere Arbeit unterstützen – nicht erschweren.
Wir laden Sie ein, den Dialog mit der Zahnärzteschaft zu intensivieren und gemeinsam tragfähige Perspektiven zu entwickeln. Die Gesundheit der Menschen in unserem Land sollte dabei stets im Mittelpunkt stehen.
Mit freundlichen Grüßen
Die Zahnärzteschaft in Deutschland
Quelle: KI (hmm …)
PS: Gerne würden wir hier anstatt dieser Bleiwüste spannende, fachliche Berichte ohne KI einstellen. Wir sind daher auf kollegialen Input angewiesen. Interessante Artikel möglichst mit Foto werden nach Prüfung gerne hier im Portal veröffentlich, bitte senden an:
info@zahnarzt-forum.info
Danke
